Kalenner Deern: Feberwaarje

Feberwaarje Portrait (c) Lomoherz

Kalenner Deern: Feberwaarje

Feberwaarje Portrait (c) Lomoherz

 

Heute habe ich ihn zum ersten Mal gerochen, den Frühling in der Luft.
Ein debiles Grinsen in den Kragen hinein, bis man nur noch Grübchen sah, eine viertel Drehung auf dem Asphalt. Februar kann das ganz gut – den Boten spielen. Nur um uns im März knöcheltief im Schnee stecken zu lassen, so manches Mal.

Laut Oma Rosi beginnt das neue Jahr erst im Februar. Recht hat sie.
Jannewaarje hielt ihr Gesicht noch in den letzten Flimmer Licht den das alte Jahr hinter sich warf. Jetzt ist das Licht neu, fadenscheinig, weil die Sonne noch selten hervorlugt, für Fotografen besonders.

Feber wird der Februar in Österreich und Südtirol genannt, Feberwaarje heißt es in einem Ostfriesischen Dialekt. Könnte auch ein plattdeutscher Mädchenname sein, Deern Feberwaarje.
Sie reckt ihre Gestalt nach vorne, steht den anderen mit Seelenlot gegenüber, komme was wolle. Die Dämonen des Winters, die man mit der Fastnacht vertreibt, liegen ihr schon zu Füßen.

Februar war nicht immer der zweite Kalendermonat im Jahr, aber schon immer des Winters Ende – meteorologisch gesehen. Im römischen Kalender war er der zwölfte und letzte Monat, benannt nach dem Reinigungsfest Februa. Man startete mit dem Frühling ins neue Jahr, mit zweierlei Aufbruch und wusch alten Ballast einfach von sich.
Dass das Jahr nicht genau dreihundertfünfundsechzig Tage hat, wusste man schon. Als letzter Kalendermonat sollte Februar die fehlenden Tage und Stunden austarieren. In späteren Kalendern ist er zwei Plätze vorgerückt, gleicht aber bis heute die krummen Jahre aus.

Und die Deern Feberwaarje? Das ist mein ausdrucksstarkes Model Karina, die ihre eigenen Geschichten erzählt.

 

Feberwaarje Portrait (c) LomoherzFeberwaarje Portrait (c) LomoherzFeberwaarje Portrait (c) LomoherzFeberwaarje Portrait (c) LomoherzFeberwaarje Portrait (c) LomoherzFeberwaarje Portrait (c) LomoherzFeberwaarje Portrait (c) LomoherzFeberwaarje Portrait (c) Lomoherz Feberwaarje Portrait Agfamatic (c) LomoherzFeberwaarje Portrait Agfamatic (c) Lomoherz

 

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Alle Bilder wurden im Park des historischen Friedhofs in Stralsund mit einer analogen Film-Kamera aufgenommen. Kein Photoshop (bis auf die Titelbilder), keine Filter oder sonstiges.
Einfach pure Film-Fotografie.

Model: Karina

Kamera: Kiev 60 bei winterlichen Minusgraden (Farbfilm) + Agfamatic Pocket 4008 Tele (Schwarzweiß-Film)

Film: Fuji Pro 400H (120 – Mittelformat, Farbe) + Lomography Orca 100 (110 – Pocketfilmformat, s/w)

Entwicklung & Scan: Mein Film Lab (Farbfilm)

Alle Bilder werden in geringer Auflösung gezeigt. 

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Moin! Ich bin Conny, Lomography-Mädchen, Bloggerin und Weltenbummlerin mit Flugangst.
Ich mag es, die Welt in Lomo-Farben zu tauchen und nebenbei neue Orte zu entdecken. In meinem Blog Lomoherz verbinde ich die Liebe zur analogen Lo-Fi Fotografie mit meinem ungebrochenen Fernweh. Ich mag das Gefühl von Weite, Storytelling und das Meer. Daheim arbeite ich im Marketing und als Webkonzepterin für Content und Design einzelner Websites.
Schön, dass Du da bist!
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3 Comments
  • Moerkrum
    Posted at 07:29h, 01 März Antworten

    Tolle Bilder und ein wirklich schönes Projekt!

  • Kalenner Deern: Austmaand - Lomoherz
    Posted at 07:31h, 14 September Antworten

    […] der August noch Sextilis hieß, war er fast ein Februar, denn er zählte nur 29 Tage. Er war auch, wie der Name schon anklingt, der sechste Monat im Jahr, […]

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