Agfamatic Pocket

Seit ich im Film In meinem Himmel zum ersten mal eine Pocket-Kamera gesehen habe, ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf.  Zuerst speicherte ich sie noch als nostalgischen Klimbim ab – eine fotografische Modephase, begeisternd und schön, jedoch nicht von Dauer. Aber als ich sie dann – für einen Fünfer – selbst in den Händen hielt, das wohlige ritsch-ratsch nach jedem Bild vernahm und schließlich die entwickelten Mini-Negative scannte, war es einfach um mich geschehen. Inzwischen steh‘ ich absolut auf 110.

Telepocket 4008

Agfa Camera Werk

ca. 200g

12 cm x 5,5 cm

silber-schwarz

Ausstattung

Agfa Color-Apotar 1:5,8/27 mm (Normalobjektiv) mit zuschaltbarer Vorsatzlinse (47 mm Tele)

Belichtungsautomatik

1/15 bis 1/1000 s

Der Agfamatic Topflash oder Blitzwürfel, die ebenso einmalig daherkommen.

Gut zu wissen

Pocket-Filme (Kassetten) im 110 Format mit je 24 Schuss. 13 x 17mm (z.B. ‚Orca‘, ‚Tiger‘, ‚Peacock‘, ‚Lobster‘)

Die meisten Labore entwickeln noch die 110 Pocket-Filme, nicht alle scannen sie.

1978, Produktion inzwischen eingestellt

Original: 180 DM – Gebraucht: 5 €

Persönlich

Auf dem ganzjährigen Flohmarkt des schleswig-holsteinischen Trödelbarons (bei Kiel).

Die Ritsch-Ratsch Melodie beim Filmtransport, das handliche Format, den Inbegriff an Retro und die überraschend gute Qualität der Bilder. Vor allem den Effekt bei Streetphotography in s/w mag ich sehr gerne.

Dass die Mini-Negative nicht wirklich für Großdrucke geeignet sind. Durch das leichte Gewicht der Kamera, kann es außerdem zu Verwacklungen kommen.

Zum Schluss

110-Format-Liebhaber und 70er Jahre Fans.

Ultimativer Retro-Charme! Ritsch-Ratsch! Schnappschuss!

Alle Bilder wurden mit meiner Agfamatic 4008 Tele Pocket auf einem 110 Orca BW 100 Film und einem 110 Tiger CN 200 Film aufgenommen und bei Cewe entwickelt (reine Negativentwicklung, günstig). Anschließend habe ich sie mit meinem CanoScan 9000f II gescannt, wahlweise mit Hilfe einer Maske.

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