Winter-Bastelstunde!

Schneegläser (c) Lomoherz

Winter-Bastelstunde!

Ich liebe es, Geschichten zu erzählen. Im Blog, auf Arbeit und seit kurzem auch auf meinem Basteltisch.

Ein klassischer DIY-ler bin ich eigentlich nicht. Ich habe keine Ahnung, wie man Wimpel näht, habe im Werkunterricht die Bank statt Kastanien angebohrt und ich halte bestimmt den Rekord im Finger-Zusammenkleben.

Aber wenn sich eine Bastelei mit einer Geschichte verbinden lässt, bin ich dabei.
Man nehme dafür eine Eigenschaft, ein Hobby oder eine Leidenschaft einer Person und mixt sie mit Kleber, allerlei Materialien, Pinsel und Schere.

Und so sind die kleinen Modelllandschaften in Weckgläsern entstanden.

Schneegläser (c) Lomoherz

Für mich, weil ich Schlittenfahren liebe. Für jemanden, der gerade Steine faszinierender als alles andere findet. Für eine, die schneller als der Wind reitet, für jemanden, der Heimat verkörpert und für ein echtes Duracell-Häschen.

Lest weiter, wenn ihr nachbauen möchtet oder wenn ihr neugierig seid wie die Schneegläser ‚eingeweckt‘ worden sind…

Wintergläser (c) Lomoherz

Diese Materialien habe ich verwendet:

 

Verschließbare Gläser (z.B. Einweckgläser von Weck) oder Glasglocken mit Untersatz (z.B. Ikea)

Winterbäume (für Deko oder Modelllandschaften, z.B. Depot)

Winterfiguren (die Größe für Modelleisenbahn (H0-Spur) eignet sich gut, z.B. im Set von Preiser)

weitere  kleine Modellbauten, wie z.B. Häuser (mein Häuschen im Bild stammt von Depot)

Für die Außendeko: Schnur, 2 kleine Weihnachtskugeln (z.B. mit Aufdruck, Depot)

Wintergläser (c) Lomoherz

Bastel-Utensilien:

 

Kunstschnee

Sprühkleber

Modelliermasse (weiß, lufttrocknend oder für den Backofen)

Schere oder Cutter

Pinsel & Acryl-Farbe (optional)

Frischhalte-Folie (wenn man einen zugefrorenen See imitieren will;)

Wintergläser (c) Lomoherz

Und hier kommt die Anleitung:

 

Grundfläche des Glases oder des Untersatz übertragen (z.B. auf ein Stück Pappe).

Darauf mit der Modelliermasse die gewünschte Szenerie formen. Größere Accessoires wie Bäume oder Häuser werden hier bereits mit eingebunden bzw. in die Form mit eingeschlossen.

Pappe entfernen und je nach Produktanweisungen Modelliermasse aushärten lassen oder im Ofen trocknen (die Masse muss richtig durchtrocken, sonst „schwitzt“ sie im verschlossenen Glas).

An dieser Stelle würde ich schon mal probieren, ob das inzwischen getrocknete Modell genau ins Glas passt. Überstände mit feinem Schmirgelpapier oder Feile abschleifen.

Wem die ausgehärtete Modelliermasse nicht weiß genug ist, oder wer ein paar Farbtupfer hinzufügen will, kann ganz normale Farbe mit einem Pinsel auftragen (ich habe die Szenerien noch einmal weiß grundiert).

Wer eine Eisfläche für Schlittschuhfahrer oder Eishockey kreieren möchte: Ich habe die weiße Eisfläche leicht Hellblau angemalt und anschließend ein Stück Frischhaltefolie darüber geklebt.

Freie bzw. gewünschte Flächen mit Sprühkleber einsprühen und mit Kunstschnee bedecken.

Kleinere Accessoires wie z.B. Figuren mit Bastelkleber im Modell platzieren.

Wenn der Boden im Glas etwas uneben, also gewölbt ist, mit Kunstschnee ausstaffieren und Modell einsetzen.

Das Band mehrere Male um das Glas wickeln, an den Enden mit den Weihnachtskugeln verknoten und Deckel drauf.

Voila!

Ich wollte die Gläser eigentlich noch zum Leuchten bringen, habe aber kein passendes Leuchtmittel gefunden, das man im Deckel hätte befestigen können.

Wem die Szenerie noch nicht winterlich genug ist, kann an der Innenseite der Glaswand Kunstschnee „herunterrieseln“ lassen oder malt von außen weiße Tupfer (und Wintersprüche wie Let it Snow) mit einem weißen Kreidedding an die Glasaußenwand. Für Dekozwecke empfehle ich übrigens zwei Gläser in unterschiedlichen Größen.

***

Die Bilder wurden (aus Zeitgründen) mit meiner einzigen digitalen Kamera aufgenommen – aber (!), statt des Objektivs vom Hersteller habe ich mithilfe eines Adapters mein geliebtes Canon Objektiv (1.4/50mm) mit FD Bajonett aufgezogen und dann im manuellen Modus fotografiert. Ich werde noch ein wenig weiter damit herumexperimentieren. Halb analog, halfing.

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Moin! Ich bin Conny, Lomography-Mädchen, Bloggerin und Weltenbummlerin mit Flugangst.
Ich mag es, die Welt in Lomo-Farben zu tauchen und nebenbei neue Orte zu entdecken. In meinem Blog Lomoherz verbinde ich die Liebe zur analogen Lo-Fi Fotografie mit meinem ungebrochenen Fernweh. Ich mag das Gefühl von Weite, Storytelling und das Meer. Daheim arbeite ich im Marketing und als Webkonzepterin für Content und Design einzelner Websites.
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