Lomo um die Welt!

Lomo um die Welt

Lomo um die Welt!

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Eigentlich macht Fernweh gar keinen Sinn. Es ist keine Schramme am Knie, die man mit Zinksalbe und Pflaster verarzten oder einfach wegpusten kann. Es ist kein Hungergefühl, das man mit Himbeeren oder Fischbrötchen befriedigt. Es ist auch kein Liebeskummer, über den man irgendwann hinwegkommt.

Fernweh ist immer da, egal wie oft man dieses oder vergangenes Jahr schon da draußen war und wo. Und je öfter man sich ihm hingibt, desto mehr Fernweh bekommt man. Ein Paradox.

 

Ich hatte dieses Jahr das Glück, eine Weile in Oslo zu verbringen und den Ärmelkanal hoch- und runterzuschippern. Als nächstes steht ein Segeltörn zwischen Harlingen, Texel und Tschelling in den Niederlanden an, auf den ich mich sehr freue. Zwischendurch war ich auf Stippvisite in Magdeburg, Hannover und Münster und im Oktober will ich noch ein bisschen durch die Hansestädte touren.

Und obwohl diese Reisen kaum verarbeitet, die Bilder gerade erst entwickelt oder noch gar nicht im Kasten sind, plane ich in meinem Kopf bereits einen Roadtrip durch das Herz von England und träume von der Provence, den Masuren oder Finnland im Sommer.

 

Afrika

Urlaub oder Reisen … ich weiß noch nicht was zu welchem Land gehört, denn Urlaub machen und Reisen ist nicht dasselbe, richtig? Vielleicht gibt es auch mal eine längere Fahrt durch mehrere Länder, wie es das Lieschen Radieschen gerade macht während sie durch das Baltikum tourt.

Solange stehen hinter jeder Destination noch ein paar Fragezeichen, die erst dann verschwinden wenn Wanderlust, Transport, Geld und Urlaubstage endlich mal auf einen Nenner kommen. Das stelle ich mir ein bisschen wie bei einem einarmigen Banditen vor. Vier Zitronen in einer Reihe – Ding Ding Ding!

Asien

Ein ganz anderer Schnack wäre ein Sabbatical, auf das ich gerne hinarbeiten würde, nur bräuchte ich dafür einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Für ein Sabbatical arbeitet man sich einen gewünschten Zeitraum bezahlter freier Tage heraus. Die meisten diese Zeiträume belaufen sich auf ein Jahr. Die Stunden für die große Auszeit werden der normalen Arbeitswoche draufgeschlagen, sodass man in jedem Fall ein paar Jahre Vorlauf braucht, ehe man sich einen größeren freien Zeitraum für ein Sabbatical „zusammengespart“ hat.

Ich könnte mir ebenfalls vorstellen als Freelancer oder Selbstständige zu arbeiten, sodass man Reisen und Beruf miteinander verbinden könnte, nur fehlt mir dafür noch das passende Konzept. Eine digitale Nomadin möchte ich eigentlich nicht werden, denn zum Reisen gehört auch unbedingt das Nachhausekommen, findet ihr nicht?

 

Australien

Wie es auch kommt, nutzt es am Ende doch nur einem Ziel: der Lust auf neue Orte, Kulturen und Leute nachzugeben. Vielleicht ist Fernweh in dieser Hinsicht auch eine Sucht, wie alle Sehnsüchte die keinen richtigen Sinn ergeben. Ein Genuss, ein Rausch, ein Verlangen, eine Schwäche, ein Drang, eine Unfreiheit, eine Leidenschaft, ein Trieb, ein Durst und im schlimmsten Fall Manie. Das sind alles Begriffe die Sucht beschreiben und erklären. Und sie passen ziemlich gut zum Fernweh. Fernsucht also. Nur, dass sie niemandem wehtut, wenn man sich ihr verschreibt. Hoffentlich.

 

Europa

Aber wenn der Hunger irgendwann zu groß wird und man einfach nicht losschießen kann, dann ist es Zeit Reisemagazine, Pinterest oder Instagram zu öffnen und die 6 kleinen Buchstaben T-R-A-V-E-L einzugeben. Keine Sekunde später wird man von einer Flut von Reisewelten mitgerissen. Wenn man dann noch eine gute Geschichte zu den Bildern findet, ist es fast ein bisschen so, als wäre man dabei.

Mentholzigarettchen statt Zigarre? Wahrscheinlich, denn es hilft nur für den Moment, das Fernweh ein wenig zu zügeln, macht es aber gleichzeitig auch immer noch ein bisschen schlimmer. Denn jetzt gibt es ja noch viel mehr Orte, die man mit den eigenen Augen entdecken möchte.

 

Nordamerika

Und weil ich bisher an keinem der gezeigten Orte mit einer analogen Kamera war, nehme ich euch heute mit auf eine kleine Lomoreise um die Welt. Um euer Fernweh ein kleines bisschen zu stillen und gleichzeitig neu zu entfachen. An Orte, zu denen ihr nicht mehr ohne Film und Kamera aufbrechen könnt ;) Denn selbst wenn ihr schon am Uluru, dem Ayers Rock, oder vor dem Big Ben gestanden habt – sehen sie in der schräg-bunten Lomo-Version nicht wieder ganz anders aus?

 

Südamerika

 

Wenn ihr jetzt Lust auf eine Reise um die Welt bekommen hat oder wenn ihr ebenso einfach immer Fernweh habt, dann schaut mal rüber auf Meiers Weltreisen. Die Seite gehört zu jenen Reiseportalen auf denen ich mich regelmäßig herumtreibe und großspurig Destination wild mit einander verknüpfe. In meinem Notizbuch (das eigentlich für Bloginspirationen gedacht ist) sind schon ganze Seiten gefüllt mit großen und kleinen und manchmal nicht ganz so realistischen Rundreisen… Auf der Website bleibe ich dann meistens bei den Reisejournalen hängen. Hat einen ähnlichen Effekt wie Instagram und Co.
Meine persönliche Pinterest-Pinnwand mit Travel-Inspirationen findet ihr übrigens hier. Ich habe sie ganz bescheiden The Great Journey genannt ;)
Ich wünsche euch viel Spaß beim fernwehträumen!

 

 

*Mit Dank an Meiers Weltreisen, die diesen Blogartikel finanziell unterstützt haben. Ich drücke die Daumen, dass sich eine meiner Wunschreisen irgendwann mal in die Tat umsetzen lässt. Bis dahin schreibe ich einfach darüber – mit eigenen Worten und eigener Meinung.

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Moin! Ich bin Conny, Lomography-Mädchen, Bloggerin und Weltenbummlerin mit Flugangst.
Ich mag es, die Welt in Lomo-Farben zu tauchen und nebenbei neue Orte zu entdecken. In meinem Blog Lomoherz verbinde ich die Liebe zur analogen Lo-Fi Fotografie mit meinem ungebrochenen Fernweh. Ich mag das Gefühl von Weite, Storytelling und das Meer. Daheim arbeite ich im Marketing und als Webkonzepterin für Content und Design einzelner Websites.
Schön, dass Du da bist!
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3 Comments
  • Jürgen
    Posted at 01:59h, 07 August Antworten

    Ich kann dein Fernweh sooo verstehen. Mein Tipp als „alter“ Familienvater: gib dich dem Fernweh hin! Es wird zwar von Reise zu Reise schlimmer, dafür wird das Reisen von mal zu mal schöner – nur eines ist wichtig: Er-Lebe beim Reisen und du hast was fürs Leben. Ich zehre immer noch von meinen Reisen auch wenn manche schon über zwanzig Jahre zurück liegen.
    Sehr schöner Artikel….

    Viele Grüße Jürgen

    • Lomoherz
      Posted at 02:20h, 07 August Antworten

      Aaw. Danke, Jürgen.
      Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mir ähnlich gehen wird…

  • Andreas Huebner
    Posted at 18:53h, 10 Oktober Antworten

    Weißt du. Mit Reisen ist ähnlich wie mit Träumen. Ab und zu muss man Sie sich erfüllen, doch man muss immer welche haben.

    Stell dir vor Conny, du könntest jeden Ort der Welt bereisen den du willst, zu jeder Zeit. Irgendwann, wenn du alles hinter dir hast, wird dir etwas fehlen. Die Sehnsucht, das Fernweh, der Traum.

Und was meinst du so? (Angaben freiwillig)

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